25.01.2019
Kardiologische Spitzenmedizin am Klinikum
Am 24.01.2019 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen dem Klinikum Amberg und dem Universitätsklinikum Regensburg unterzeichnet, der zu einer erheblichen Erweiterung des medizinischen Spektrums im Amberger Klinikum führt. Hiervon betroffen sind vor allem die Bereiche interventionelle Klappentherapie und Rhythmologie. So kann ab sofort am Klinikum Amberg die sog. MitraClip-Therapie durchgeführt werden, ein minimal-invasives Katheterverfahren zur Behandlung der sog. Mitralklappenundichtigkeit. Dieses Verfahren, das Chefarzt PD Dr. Christoph Birner zuvor am Universitätsklinikum Regensburg leitete, ermöglicht gerade bei älteren Patienten eine schonende und sehr effektive Reparatur dieses wichtigen Klappenfehlers. „Wenn ein herzchirurgischer Eingriff nicht mehr in Frage kommt, blieben uns früher bei vielen der so erkrankten Patienten letztlich keine Optionen. Mit dieser Therapieform eröffnen sich nun ganz neue Möglichkeiten", so Dr. Birner.

Auch für einen weiteren Klappenfehler, die sog. Aortenklappenstenose, existiert seit Jahren ein gut etabliertes Katheterverfahren, die sog. TAVI-Prozedur. Derartige Eingriffe dürfen in Deutschland nur an Kliniken mit angeschlossener Herzchirurgie durchgeführt werden. „Umso erfreuter sind wir, dass durch diese Kooperation unsere Amberger Patienten dennoch eine Behandlung aus buchstäblich einer Hand erhalten können: nachdem nämlich sämtliche Voruntersuchungen hier in Amberg erfolgt sind, wird der Eingriff dann von unserem Chefarzt zusammen mit dem Team des Uniklinikums in Regensburg durchgeführt – dadurch kennt der Patient von Anfang an seinen behandelnden Arzt und es geht keine Information verloren", so Ärztlicher Direktor Dr. Hollnberger.

Schließlich ermögliche die Kooperationsvereinbarung mit der Uniklinik auch eine deutliche Erweiterung bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen, so Klinikums-Vorstand Manfred Wendl. Zusätzlich kann am Klinikum Amberg nun auch die Verödungstherapie des sog. Vorhofflimmerns, einer der häufigsten Rhythmusstörungen überhaupt, durchgeführt werden. „Das Amberger Team wird hierbei von äußerst erfahrenen Rhythmologen des Uniklinikums vor Ort unterstützt, wodurch derartige Eingriffe mit höchster, eben buchstäblich universitärer Expertise möglich sind. Damit können wir auch hier die höchste Versorgungsqualität für unsere Patienten in unserer Region sicherstellen" führt Wendl weiter aus.

Nicht zuletzt ermögliche die Kooperationsvereinbarung auch die unmittelbare Weiterbehandlung komplex erkrankter Patienten am Uniklinikum, wenn hierfür die Infrastruktur eines Maximalversorgers erforderlich ist. Auch dies sei von großer Bedeutung für die Patienten in Amberg und Umgebung und unterstreiche den hohen Wert der vertieften Zusammenarbeit. Die bereits erfolgreiche enge Zusammenarbeit wird durch die Erweiterung der Kooperation weiter ausgebaut.

Das Team um Chefarzt PD Dr. Birner mit sechs weiteren sehr erfahrenen Kardiologen bietet bereits bisher sehr umfassende Therapiemöglichkeiten, die von der Behandlung komplexer Herzkranzgefäßerkrankungen über die Durchführung rhythmologischer Prozeduren, der Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren bis hin zum Einbringen von Verschlusssystemen ins Herz reichen. Besonders wichtig für die Patienten in der Region ist die die Rund-um-die-Uhr-Versorgung bei Herzinfarkten.

„Zusätzlich zu unseren bereits etablierten ohnehin schon sehr umfassenden Therapiemöglichkeiten runden die neuen Behandlungsoptionen unser Spektrum nun sehr gut ab. Damit können wir unseren Patienten im Klinikum Amberg die gesamte Bandbreite der modernen Kardiologie auf qualitativ höchstem Niveau bieten", so PD Dr. Birner.


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19.02.2019
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Datum: 26.02.2019
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